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Aktueller Bericht

08.07.2010 Kaiser-Wilhelm-Tunnel in Cochem und BUGA Baustelle

Gegen kurz vor 9.00 Uhr begann unsere Busfahrt mit 26 Personen nach Koblenz.

Es wird die erste Bundesgartenschau in Rheinland-Pfalz sein.

Frau Büchner, Mitarbeiterin der BUGA 2011 stellt uns die Bereiche des neuen Blumenhofes am Deutschen Eck und nach der Fahrt mit der ebenfalls neu gebauten Seilbahn, die Freilandschauen auf dem Plateau Ehrenbreitstein vor.

Die Freilandschauen umfassen eine Fläche von 40.000 m², vom Wetter geschützt begeistern über den gesamten Ausstellungszeitraum (15. April bis 16. Oktober 2011) mehr als 20 wechselnde Hallenschauen in zwei Blumenhallen mit einer Fläche von je ca. 2000 m² jeden Besucher der Gartenschau.

Im Kompetenzzentrum Grün stellen sich die gärtnerischen Berufsstände vor.

Die atemberaubende Fahrt mit der BUGA Seilbahn über den Rhein hinauf zur Festung Ehrenbreitstein zählt zu den Höhenpunkten des Besuchs auf der Bundesgartenschau Koblenz 2011. Mit einer Länge von knapp 850 Metern und bis zu 7600 Fahrgästen pro Stunde zählt die BUGA Seilbahn in Koblenz zu den größten ihrer Art in Europa außerhalb der Alpen. Einen spektakulären Blick ins Welterbe „Oberes Mittelrheintal“ versprechen die 18 Panoramakabinen. Für den besonderen Genuss verfügt eine der Seilbahn-Kabinen über einen Glasboden. In wenigen Minuten erreicht der Besucher die prachtvoll bunten Blumenhallen und die Außenanlagen rund um die altehrwürdige Festung Ehrenbreitstein. In den Räumen der Festung öffnet sich für die Besucher unter anderem eine Ausstellung rund um Land und Leute. Im Innenhof der Festung finden auf der Hauptbühne regelmäßig Veranstaltungen und Konzerte statt.

Ein Vorteil für alle Besucher – eine Hin- und Rückfahrt pro Tag mit der Seilbahn bleibt für alle Gäste der BUGA Koblenz 2011 kostenfrei.

 

Nach einer kurzen Mittagspause ging die Fahrt weiter nach Cochem.

Zusammen mit Helmut Probst, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Cochem, und Herbert Hilken, Stadtbürgermeister Cochem, eröffnete die Deutsche Bahn am 13. März 2010 in der Endertstraße 8 in Cochem das Info-Center für das Jahrhundertbau-Projekt Neuer Kaiser-Wilhelm-Tunnel. Auf 225 Quadratmeter Ausstellungsfläche können sich interessierte Personen von Dienstag bis Samstag, jeweils von 13.00 bis 19.00 Uhr, über das Bauprojekt informieren.

Besuchergruppen können nach Terminvereinbarung auch außerhalb dieser Öffnungszeiten die Ausstellung besichtigen.

Gleichzeitig begannen in Cochem die für den Neubau der zweiten Tunnelröhre erforderlichen Brückenbaumaßnahmen mit einem symbolischen Spatenstich. Damit werden jetzt auch auf Cochemer Seite die ersten Baumaßnahmen sichtbar. Neben der Brücke, die an den bestehenden Kaiser-Wilhelm-Tunnel anschließt, wird bis Sommer 2011 eine weitere Brücke gebaut. Das Gebäude Endertstraße 9 wird zurückgebaut, an seiner Stelle wird 2012 die Tunnelvortriebsmaschine, nachdem sie 4.2 Kilometer durch den Fels zurückgelegt hat, aus dem Beg kommen.

Die 90 m lange und 10 Meter breite Tunnelvortriebsmaschine mit einem Gesamtgewicht von 1710 Tonnen wurde eigens für den Neuen Kaiser-Wilhelm-Tunnel gebaut.

900.000 Tonnen Gestein müssen ausgebrochen werden, die auf der Schiene abtransportiert und im Westerwald zur Renaturierung einer Tongrube eingesetzt werden. 77.000 Tonnen Beton werden für die Herstellung der Tunnelschale benötigt. Nach der Fertigstellung der neuen Röhre kann dann der alte Kaiser-Wilhelm-Tunnel erneuert und auf eingleisigen Betrieb umgebaut werden. Ab 2016 wird der Zugverkehr an der Mosel wieder zweigleisig, jedoch in zwei getrennten Tunnelröhren laufen.

Eine Erhöhung der Streckenkapazität wird durch den Neubau daher nicht erreicht, jedoch wird durch die zweite Tunnelröhre und die Erneuerung des bestehenden Tunnels sichergestellt, dass auch in Zukunft die Moselstrecke für den Zugverkehr befahrbar bleibt.

Auch während der Bauzeit muss der Zugverkehr nicht unterbrochen werden. Insgesamt werden 200 Millionen Euro investiert.

Aus Sicherheitsgründen konnten nur 14 Personen der Gruppe die Tunnelvortriebsmaschine im Einsatz vor Ort besichtigen. Ein weiterer technischer Höhepunkt nach der Koblenzer Seilbahnfahrt und angenehm kühle Erholung im Tunnelinnern an diesem heißen Sommertag.

Im Anschluss an die Tunnelbesichtigung gesellten sich „die Fahrensleute“ zum Rest der Gruppe, welche angesichts der hohen Temperaturen von über 35° den Ausklang im Hotel „Moselterrasse“ in Eller bereits vorgezogen hatten.

Dank gilt allen Teilnehmern zu sagen, die diszipliniert und pünktlich die Exkursion unter diesen schwierigen Bedingungen begleitet und damit dazu beigetragen haben, dass diese interessanten Baustellenführungen in Koblenz und Cochem lange in Erinnerung bleiben.